Bei der Ehrenamtsakademie gelernt

Warum sich eine 18-jährige NaturFreundin nun zutraut, eine Kajakgruppe zu gründen

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Die Ehrenamtsakademie ist eine Seminarreihe für NaturFreunde, die in der Ortsgruppe etwas bewegen möchten. Die 18-jährige Janina Körber aus Lauf an der Pegnitz hat das zweitägige Seminar „Projekte planen und durchführen“ besucht. Die NATURFREUNDiN hat sie zu ihren Erfahrungen befragt.

Warum hast du das Projekt-Seminar besucht?
Janina Körber: Das Seminar war als „Anleitung zum Aktivwerden“ ausgeschrieben. Das hat mich irgendwie angesprochen. In meiner Ortsgruppe gibt es schön länger die Idee, eine Kajakgruppe aufzubauen. Ich habe mir dafür so eine Art Handwerkszeug erhofft, irgendetwas zum gleich Loslegen. Und Austausch mit Gleichgesinnten aus anderen Ortsgruppen. Das ist immer gut.

Und was hast du bekommen?
Vor allem Methoden. Zum Beispiel die „SMART"-Analyse, mit der ein Projektziel so ausgearbeitet wird, dass alle Beteiligten es gleich verstehen. Oder das „Meilenstein“-System, eine sehr bildliche Veranschaulichung des Projektes, mit der man den Überblick über die zeitliche Umsetzung behält. Auch voneinander haben wir viel gelernt. Zwei Ortsgruppen zum Beispiel wollten sich eine mobile Kletterwand zulegen und haben sich gleich vernetzt.

Das klingt nach viel Theorie.
Ja, aber nicht nur. In kleinen Gruppen haben wir auch unsere eigenen Projekte analysiert. Mit den gelernten Methoden kann ich mir jetzt gut vorstellen, die Vorbereitung für die Kajakgruppe zu moderieren. Und um mehr geht es erst mal gar nicht. Ich muss nicht alles selbst machen. Es geht eher um Organisation und Moderation, um strukturiertere Projektplanung. Das ist nicht schwierig, aber vorher hätte ich mir das so nicht zugetraut.

Und wann macht die Kajakgruppe auf?
Hoffentlich schon recht bald. Das würde sicher mehr jüngere Leute in unsere Ortsgruppe bringen.  

Die Fra gen s tellte Jana Pittelkow.
Dieser Artikel erschien zuerst in der NATURFREUNDiN 4-2016.