NaturFreunde bauen Ausbildungszentrum für Mädchen im Senegal

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Den ersten Spatenstich für den Bau eines Ausbildungszentrums für Mädchen und Frauen in der senegalesischen Region St. Louis gab es am 1. Juni. Die NaturFreunde Deutschlands und die Ortsgruppe Rastatt haben das Projekt in enger Kooperation mit dem Frauennetzwerk "Koom-koomunjaboot Gi" aus St. Louis und den senegalesischen NaturFreunden Association Sénégalaise des Amis de la Nature (ASAN) ins Leben gerufen.

"Das neue Ausbildungszentrum soll Mädchen und jungen Frauen helfen, die sonst kaum die Chance auf eine Ausbildung bekämen", erklärt Uschi Böss-Walter, Mitglied der NaturFreunde Rastatt. In den geplanten drei Klassenräumen sollen bereits ab Januar 2018 jeweils 25 Frauen und Mädchen traditionelle Berufe wie Schneidern, Stoffdruck und Färben oder auch die Verarbeitung von regionalem Gemüse erlernen können, auf dem Lehrplan steht aber ebenso die Vermittlung von betriebswirtschaftlichen Grundkenntnissen. In Abendkursen, die allen Einwohnern von St. Louis offen stehen, soll in Themen wie Umweltschutz oder Hintergründe des Klimawandels eingeführt werden, außerdem sind  Alphabetisierungskurse in Planung.

Effektiv die Fluchtursachen bekämpfen

"Wir unterstützen das Projekt, weil wir so sehr effektiv die Fluchtursachen bekämpfen können", sagt Böss-Walter. Das Frauennetzwerk, mit dem die Rastatter NaturFreunde schon seit vielen Jahren zusammenarbeiten, engagiert sich gegen die Armut und die Perspektivlosigkeit vor allem junger Menschen im Senegal.

Senegal gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Insbesondere die Folgen des Klimawandels treffen die Menschen hart: Trockenperioden, Ernteausfälle und die zunehmende Wüstenbildung führen immer häufiger dazu, dass junge Menschen Senegal verlassen wollen, weil sie keine Zukunft für sich und ihre Familien sehen und traditionelle Berufe wie zum Beispiel in der Fischerei oder Landwirtschaft nicht mehr ausüben können.

9.350 Euro müssen noch finanziert werden

Einen Großteil der Kosten für das Ausbildungszentrum (75 Prozent) können wir durch eine Förderung vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung decken. Um den Restbetrag von 9.350 Euro aufbringen zu können, den das Frauennetzwerk und die NaturFreunde gleichermaßen übernehmen, sind wir auf Spenden angewiesen.

Mit den 9.350 Euro finanzieren wir anteilig: den Bau des Gebäudes, das insgesamt ca. 25.000 Euro kosten wird, die Ausstattung des Nähsaals mit Nähmaschinen, Bügeleisen, Stoffballen, Scheren und Garnrollen usw. für insgesamt ca. 2.200 Euro, die Ausstattung des Färbeateliers mit Gasofen, Farben, Wannen, Eimern, Stühlen, Netzrollen, Handtüchern etc. für insgesamt ca. 2.000 Euro und die Ausstattung der Lebensmittelverarbeitung mit Gasherd, Backofen, Stühlen, Mixgerät, Lebensmitteln, Sieben, Schüsseln etc. für insgesamt ca. 1.700 Euro.

Spende hier für das Ausbildungszentrum im Senegal (sichere Verbindung):

 

Weitere Bilder

Mädchen-Ausbildungszentrum St. Louis 2017

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Baubeginn Ausbildungszentrums St. Louis
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