Aktionstag: Kohle stoppen - Klima und Dörfer retten

Zielgruppe: 
Alle
Auskunft & Anmeldung: 

Das ist ein gemeinsamer Aktionstag von Alle Dörfer bleiben!, BUND, Campact, Greenpeace und NaturFreunden Deutschlands.

Alle Infos: www.klima-doerfer-retten.de

An den RWE-Tagebauen graben sich die Kohle-Bagger unaufhörlich in die Erde. Sie bedrohen den Hambacher Wald, Keyenberg und die anderen Dörfer am Tagebaurand. Gleichzeitig verstärkt die Verfeuerung der Kohle die Klimakrise, deren Folgen unter anderem Unwetter, Hitzesommer und das rasante Artensterben sind. Besonders stark ist schon jetzt der globale Süden betroffen.

Deshalb tragen wir unseren Protest erneut an den Tatort der Zerstörung: Wir protestieren am Samstag, dem 22. Juni 2019, gemeinsam mit Tausenden Menschen am Tagebau Garzweiler

  • für einen Erhalt der bedrohten Dörfer und des Hambacher Waldes;
  • für einen Kohleausstieg, der dem Pariser Klimaabkommen gerecht wird. Dann muss spätestens 2030 Schluss sein mit der Kohle!
  • für ein ambitioniertes Klimaschutzgesetz, das mit konkreten Maßnahmen sicherstellt, dass Deutschland das 1,5 Grad-Limit einhält.

Die Treffpunkte:

  • 11 Uhr Demo von Fridays for Future für alle – ab Hochneukirch, entlang der Tagebau-Kante zur Kundgebung
  • 11 Uhr Fahrrad-Demo ab Erkelenz zur Kundgebung
  • ab 13 Uhr Kundgebung und Aktion „Platz nehmen“ zwischen Tagebau und dem bedrohten Dorf Keyenberg

Der Aufruf:

Für Menschen in mehr als einem Dutzend Dörfern steht ihre Zukunft auf der Kippe. Häuser, Kirchen, Wälder und fruchtbares Ackerland sollen Braunkohle-Tagebauen weichen. Dabei ist klar: die Energieerzeugung ist auch erneuerbar möglich und ein Kohleausstieg unbedingt notwendig, um die 1,5°C-Grenze noch einzuhalten. Einzig für die Wirtschaftsinteressen der großen Energiekonzerne RWE, LEAG und MIBRAG, die die Tagebaue in den drei deutschen Braunkohlerevieren betreiben, sollen die Dörfer zerstört werden und weitere tausende Menschen ihr Zuhause verlieren.

Wir stellen uns der Ungerechtigkeit in den Weg. Die vorläufige Rettung des Hambacher Waldes hat gezeigt, dass wir als geeinte, vielfältige Bewegung stärker sind als die Konzernmächte und dass wir breiten Rückhalt aus der Bevölkerung erfahren. Der lokale Widerstand in den Braunkohlerevieren hat neue Fahrt aufgenommen. Tausende Menschen aus der ganzen Welt kamen zu Camps im Rheinland und im Leipziger Land, um gegen Braunkohle und für den Erhalt der Dörfer zu protestieren. Zwangsumsiedlung, Kulturverlust, soziale Zermürbung und Klimazerstörung rücken ins Licht der Öffentlichkeit und eine wachsende Bewegung verspricht: Kein Dorf bleibt allein!

Wir, die durch Tagebaue und Zwangsumsiedlung direkt betroffen sind, Aktive der Klimagerechtigkeitsbewegung, solidarische Bürgerinnen und Bürger, schließen uns zusammen, über die Grenzen von Region und Herkunft hinweg. Weder im Rheinland, noch in der Lausitz, noch im Leipziger Land darf auch nur ein einziges weiteres Dorf dem Braunkohleabbau zum Opfer fallen. Wir stehen solidarisch dafür ein, dass in allen drei Regionen alle Siedlungen und Orte bestehen bleiben und ein lebendiges Zusammenleben sowie eine gerechte und selbstbestimmte Transformation möglich werden. Das heißt auch: Die Braunkohle muss im Boden bleiben, denn um die Klimakatastrophe abzuwenden, dürfen 1,5°C Erderwärmung nicht überschritten werden.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Keyenberg, 41812 Erkelenz

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