Fachtagung: Zukunft der Verkehrspolitik in Berlin am Beispiel der Entwicklung der Straßenbahn

Zielgruppe: 
Alle
Kosten: 

Die Teilnahme ist kostenfrei, wir freuen uns aber über Spenden!

Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin
Uwe Hiksch
hiksch@naturfreunde.de
(0176) 62 01 59 02 

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In beiden Teilen Berlins war das Primat der „autogerechten Stadt“ zu finden. Große Straßen wurden in die Stadt hineingeplant und großräumige Veränderungen der Stadtstruktur vorgenommen. Mit dem Bau der Stadtautobahn in Westberlin und den großen Straßentangenten in Ostberlin wurde Raum für den motorisierten Individualverkehr geschaffen. Im Westen Berlins wurden die Straßenbahngleise eingeebnet und der schienengebundene Nahverkehr unter die Erde verbannt, im Osten wurde die Tram weiterhin als schienengebundener ÖPNV erhalten.

Die Fachtagung zeigt die Entwicklung der Verkehrspolitik am Beispiel der Straßenbahnpolitik in Berlin auf und gibt einen Ausblick auf die zukünftige Straßenbahnplanung für Berlin.

Ablauf:

10.00 bis 11.00 Uhr
Berliner Verkehrsentwicklung bis 1949

Impulsreferat: Oswald Richter

11.00 bis 12.00 Uhr
Entwicklung des öffentlichen Personenahverkehrs (ÖPNV) in Berlin (West) 1949-1989

Impulsreferat: Norbert Rheinlaender

12.00 bis 13.00 Uhr
Entwicklung des ÖPNV in Berlin (Ost) 1949-1989

Impulsreferat: Oswald Richter

13.00 bis 13.45 Uhr
Mittagspause mit Imbiss

13.45 bis 15.30 Uhr
Straßenbahnplanungen von 1989 bis heute und Forderungen im Zielnetz 2050

Impulsreferat: Yannick Kiesel

15.30 bis 16.30 Uhr
Chancen und Möglichkeiten zur Überwindung der autogerechten Stadt

Impulsreferat: Norbert Rheinlaender

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Berlin hat sich in den letzten Jahrzehnten grundlegend gewandelt. 30 Jahre nach dem Mauerfall wollen wir die Entwicklung und den Wandel der Stadt am Beispiel der Wohnraum- und Verkehrspolitik aufzeigen.

Durch die Teilung Berlins gingen die beiden Teile der Stadt zum Teil unterschiedliche Wege: Während Berlin im Westteil mit großen Anstrengungen zum Schaufenster des Westens und zur „autogerechten Stadt“ umgebaut wurde und durch einen umfangreichen sozialen Wohnungsbau eine sozialräumliche Segregation zumindest abgemildert werden sollte, war die Entwicklung des Ostteils geprägt durch die Idee der „sozialistischen Stadt“. Hierbei spielten die Abschaffung des privaten Grundeigentums und die Überwindung der sozialräumlichen Trennung eine wichtige Rolle. Mit großflächigem Wohnungsbau bin ins Zentrum hinein wurde eine grundlegende Veränderung der Stadtstruktur durchgesetzt. Diese Entwicklung wurde mit den „16 Grundsätzen des Städtebaus“ theoretisch beschrieben.

In beiden Teilen Berlins war das Primat der „autogerechten Stadt“ zu finden. Große Straßen wurden in die Stadt hineingeplant und großräumige Veränderungen der Stadtstruktur vorgenommen. Mit dem Bau der Stadtautobahn in Westberlin und den großen Straßentangenten in Ostberlin wurde Raum für den motorisierten Individualverkehr geschaffen. Im Westen Berlins wurden die Straßenbahngleise eingeebnet und der schienengebundene Nahverkehr unter die Erde verbannt, im Osten wurde die Tram weiterhin als schienengebundener ÖPNV erhalten.

Die DenkMalTouren und Workshops sollen am Beispiel der Verkehrs- und Wohnraumpolitik die unterschiedliche Entwicklung in der Stadt aufzeigen und die Veränderungen nach 1989 erlebbar machen. Die Tagung bietet Raum für Diskussionen über bisherige und kommende verkehrspolitische Entwicklungen.

Die Tagung findet in Kooperation mit der Berliner Landeszentrale für politische Bildung statt.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
NaturFreunde Berlin e.V., Paretzer Straße 7, 10713 Berlin

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