Protestmeile: Ostsee schützen - keine Sprengversuche!

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NaturFreunde Schleswig Holstein
Jürgen und Benita Klose
(04634) 18 67 86

Kieler Friedensforum
Benno Stahn
(0177) 535 92 44

Die NaturFreunde Schleswig-Holstein sind sind Mitunterstützer der Demonstration zum Schutz der Ostsee am 26. Mai ab 11:00 Uhr im Ostseebad Damp.

Aufruf für die Ostsee

Die Ostsee ist ein gefährdetes Binnenmeer. Außer den militärischen Bedrohungen durch Großmanöver leidet sie unter zahlreichen Umweltbelastungen. Anfang März berichteten die Medien, dass die Bundeswehr im Herbst 2018 Anspreng- und Beschussversuche an einer ausgemusterten Fregatte vor Damp plant. Umweltorganisationen haben sich zu Wort gemeldet und auf die Umweltschäden durch solche Sprengversuche hingewiesen. Sie weisen zudem darauf hin, dass insbesondere für die streng geschützten Schweinswale, aber auch für andere Meerestiere die Sprengungen eine tödliche Gefahr bedeuten können.

In der Hohwachter Bucht wurde unlängst eine neue Generation von Geschossen auf See erprobt. Solche Spreng- und Munitionsversuche tragen nicht zur politischen Entspannung bei und belasten das Ökosystem Ostsee.

Schließlich ist die Ostsee auch durch das Erbe früherer Kriege belastet, unter anderem durch Tausende von Tonnen Sprengstoff und chemische Waffen, die während des Zweiten Weltkrieges versenkt wurden, sowie durch Bomben, Minen und anderes Kriegsmaterial, die nach dem Zweiten Weltkrieg versenkt worden sind und laut Schätzungen von Experten mehrere Hunderttausend Tonnen betragen.

Wir sind darüber hinaus beunruhigt über die militärischen Entwicklungen in der Ostsee. Zunehmend konzentriert die deutsche Marine ihre Aktivitäten in der Ostsee. Sie wird so zum maritimen Austragungsort von Interessenkonflikten und Provokationen. Vor allem sind es Großmanöver wie BALTOPS oder NorthernCoasts, die beunruhigen, weil in deren Rahmen ein Seekrieg trainiert wird.  Im Januar 2017 begann die USA mit der Verlegung einer kompletten Panzerbrigade mit 4000 Soldat*innen und mehr als 2000 Panzern und Haubitzen an die Westgrenze von Russland.

Auch deutsches Militär ist beteiligt. Wir lehnen diese militärischen Provokationen in der Ostsee ab, weil die politischen Konsequenzen der Manöver und Truppenbewegungen kaum absehbar sind. Die weltpolitische Lage ist angespannt. Das Säbelrasseln der NATO vor der russischen Haustür erhöht die Kriegsgefahr und führt zwangsläufig zu Umweltschäden.

Wir brauchen eine neue Entspannungspolitik statt weiterer Provokationen. Wir wollen Frieden in Europa und der Welt und den Schutz der Ostsee. Das bereits begonnene neue Wettrüsten - geplant ist eine Erhöhung des Wehretats um 30 Mrd. Euro - wird das Geld verschlingen, das die Menschheit dringend braucht, um Hunger, Not und Umweltkatastrophen wirksam zu bekämpfen. Wir, Umwelt- und Friedensorganisationen, rufen auf zum Protest gegen die geplanten Spreng- und Munitionsübungen der Bundeswehr in der Ostsee und fordern ein Ende der umweltschädlichen  und friedensgefährdenden Übungen der Bundeswehr.

Ostsee schützen - keine Sprengversuche!

Militarisierung der Ostsee stoppen!

Die Ostsee muss ein Meer des Friedens sein!

Tipp Die Aktion läßt sich wunderbar mit einer anschließenden Wanderung an der schönen Ostseeküste verbinden. Von Kiel aus wird zudem eine Fahrgemeinschaft organisiert (Treffpunkt Wilhelmplatz, nahe Eingang Sozialamt).

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Hafen Damp, 24351 Damp

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