Rechtsradikalismus im Naturschutz

17.09.2019 - 18:00 Uhr bis 20:00 Uhr
Auskunft & Anmeldung: 

Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen
(0351) 804 03 02
dresden@rosalux-sachsen.de

Wie kommt es, dass sich gerade extrem rechte Parteien und Organisationen immer wieder mit Natur- und Umweltschutz auseinandersetzen? Und was hat das mit „Blut und Boden“ oder dem Ethnopluralismus zu tun? Wieso hat die rechtsextreme neonazistische Kleinpartei „Der III. Weg“ Interesse an nachhaltigen Energie- und Mobilitätskonzepten? Und wie kommt es, dass ausgerechnet die NPD sich gegen Gentechnik in der Landwirtschaft ausspricht?

Naturschutz ist von Anfang an eines der Kernthemen von Rechtsradikalen. Rechte Gruppierungen und Akteur*innen bedienen sich ökologischer Themen, um ihre Forderungen in die Mitte der Gesellschaft zu tragen.
Um für die Gefahren, die hinter verschiedenen Konzepten des Naturschutzes stecken zu sensibilisieren und einen eigenen, linken und menschenbejahenden Natur- und Umweltschutz zu gestalten ist es wichtig, sich die Entstehungsgeschichte der Natur- und Umweltschutzbewegung zu vergegenwärtigen. Daher geht der Workshop auf die Entstehungsgeschichte des Natur- und Umweltschutzes ein und analysiert anhand von historischen Quellen die enge Verknüpfung von Naturschutz und rechter Ideologie.

Zur Veranstaltung auf der Seite der Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen

Der Workshop wird durchgeführt von der Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN), die im Oktober 2017 gemeinsam von den NaturFreunden Deutschlands und der Naturfreundejugend Deutschlands gegründet wurde. FARN untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
"Wir AG", Martin-Luther-Straße 21, 01099 Dresden