Wehrt Euch! Leistet Widerstand! Von der Anti-AKW Bewegung zu „Ende Gelände“

Letzte Veranstaltung aus der Reihe:„1968/2018 – Blick zurück nach vorn“

Zielgruppe: 
Alle
Auskunft & Anmeldung: 

Mit-Veranstalter ist die Bezirksgruppe Kalk der Kölner NaturFreunde.

Auskunft & Anmeldung: 

Vorstand:     Joachim Römer       0221/838658   
                      Hildegard Siegler    0221/8305530

Kontakt: zu erreichen ist die Bezirksgruppe unter den Telefonnummern der Vorstandsmitglieder
                        oder  per eMail BG-Kalk@NaturFreunde-Koeln.de

Da es die letzte Veranstaltung ist, wollen wir ihr ein klein wenig ein festliches Format geben.

Dabei wollen wir anknüpfen an die Tradition der Veranstaltungen der Kölner Naturfreund*innen in Kalk: Die Veranstaltungen  beginnen  dort immer  mit einem gemeinsamen Essen. Analog zum Rahmen der Veranstaltungsreihe wollen wir das am 13. 12.  allerdings in der Form gestalten, in der 1968 viele Partys und WG Feten stattfanden: dem „Beggars Banquet“*, einem Buffet.

* „Die Einladenden stellen die Getränke ( es gibt z.B. original 68er Bier), Brot und Butter/ Margarine.

Jede*r Besucher*in, die will,  bringt eine Speise für maximal 3 Personen mit“.

Musikprogramm im Hintergrund während der Buffet-Zeiten:  Das 68er Album

„Beggars Banquet“ von den Rolling Stones.

Ablauf

Die VA beginnt mit inoffiziell schon ab 19 Uhr 15 mit Essen und Trinken. In dieser Zeit findet die Begrüßung statt und es werden Historische und aktuelle Fotos und Videos zum Thema gezeigt.

Um spätestens 20:00 beginnt der 1. Teil der Veranstaltung mit einem Rückblick auf die Anti AKW - und Umwelt-Bewegung ab den 70ern.

In der Pause um 20: 45 beginnt dann die 2. Annäherung ans Buffet.

Ab 21:00 beginnt dann die Podiumsdiskussion „Wie weiter mit ‚Hambi‘ und dem Kampf ums Klima? mit Vertreter* innen  von den „Hambis“, BUND, Ende Gelände, ausgekohlt,  den Naturfreund*innen u.a.  Ab 21:30 Diskussion mit dem Publikum.

22:00 findet dann die finale  Vernichtung des Buffet statt…….Ende offen.

Inhaltliche Ankündigung

Waldsterben, Saurer Regen, Harrisburg, Three Mile Island, Wyhl – in den 70er Jahren tritt neben Naturschutz-Gruppen, Tierschutz-Initiativen eine neue, starke Ökologie-Bewegung. Und: Umweltschutz/Ökologie werden als Themen in der Linken salonfähig. Angefangen hatte die Linke mit einem stark systemkritisch (gegen Staat und Kapital) aufgeladenen Kampf gegen die menschenverachtende Atomtechnologie. Das wird ihr Einstieg ist in die  Anti-AKW-Bewegung, in der Bäuerinnen neben K-Gruppen-Kadern, kritische Wissenschaftler mit informierten Laien, Feministinnen mit Kirchenvertretern demonstrieren. Brokdorf, Grohnde, Gorleben, frei Republik Wendland,  Kalkar, Wackersdorf stehen aber  auch für die Stationen einer Politisierung und Radikalisierung. Und mit der Atom-Katarstrophe von Tschernobyl ist endgültig bewiesen, dass die so genannte friedliche Nutzung der Atomenergie nichts als eine große PR-Lüge ist.

Die Ökologie-Bewegung, der Anti-AKW-Widerstand sind eine originäre Entwicklung der 70/80er Jahre. Und im Falle des Atom-Ausstiegs ein Beispiel dafür, wie ein Protest der Minderheit zur gesellschaftlichen Mehrheitsposition werden kann.

Ähnlich, aber nicht genauso sieht es heute in der Klimabewegung aus .

Aktuell haben die Menschen, die auf den Bäumen im Hambacher Forst lebten  - die „hambis“,  nach dem ihre Baumhäuser geräumt wurden,  wieder angefangen den Wald zu besetzen und weiter Aktionen gegen RWE zu starten.  Sie haben durch ihre fast sechsjährigen  hartnäckigen Baumbesetzungen im Zusammenspiel mit den   Blockadeaktionen  von „Ende Gelände“  und  dem Widerstand des BUND an der Juristischen „Front“ wahrscheinlich einen Rodungstopp zumindest bis Herbst 2019 erreicht. Wahrscheinlich sogar, wenn die Aktionen  - wie geplant – weitergehen, noch mehr. 

Der Anspruch der  „hambis“ und von „Ende Gelände“ geht über den Erhalt des Forstes hinaus. Sie wollen nicht nur die Bäume retten, sondern  die Welt: „ System Change, not Climate Change“.  Sie sehen ihren Widerstand als Beitrag zur Verhinderung der globalen Klimakatastrophe und für eine andere Welt.  Für sie ist  „klar, dass der Kampf um Klimagerechtigkeit gleichzeitig ein Kampf um eine herrschaftsfreie Welt jenseits von kapitalistischen Zwängen ist.“ Und sie leben, wie die Aktivist*innen in der kurzlebigen  „freien Republik Wendland“ 1980  diesen Widerstand  existenziell.

Die VA versucht Kontinuitäten und Brüche zwischen damals und heute aufzuzeigen.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Naturfreundehaus Köln-Kalk, Kapellenstraße 9a, 51103 Köln

Naturfreundehäuser

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© 
51103 Köln-Kalk
Übernachtungsplätze vorhanden
Selbstversorgerhaus

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