Wie berechtigt ist die Angst vor einem atomaren Krieg?

Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Norman Paech (Völkerrechtler) und Marion Küpker (Gewaltfreie Aktion Atomwaffen Abschaffen)

Zielgruppe: 
Alle
Auskunft & Anmeldung: 

Veranstalter:
Hamburger Forum für Völkerverständigung und weltweite Abrüstung e.V.
DFG/VK Hamburg
DGB-AK Demokratie und Frieden Hamburg
ver.di AG Frieden Hamburg;
NaturFreunde Hamburg e.V.

Es droht die Kündigung des INF-Abkommens

Die Älteren unter uns gehörten der Friedensbewegung der 1980er-Jahre an. Wir waren viele, und wir waren erfolgreich. Die sogenannte Raketenkrise zwischen 1978 und 1985 wurde 1988 mit dem INF-Vertrag über nukleare Mittelstreckensysteme (Intermediate-Range Nuclear Forces) beendet.

Tatsächlich wurden bis 1991 846 US-amerikanische Raketen und 1.846 sowjetische INF-Systeme zerstört. Im September 1991 konnte Ronald Reagans Nachfolger George Bush auch die Beseitigung aller bodengestützten nuklearen Kurzstreckenraketen (Short-Range Nuclear Forces), den Abzug aller taktischen Nuklearwaffen (Cruise Missiles) auf US-Kriegsschiffen und den Abzug der Atombomben aus Depots in Europa bis auf einige Hundert bekanntgeben.

Der INF-Abrüstungsvertrag wurde seinerzeit auf unbestimmte Zeit geschlossen. Doch mit diesem Rüstungshemmnis will Präsident Trump nun Schluss machen: Am 20. Oktober 2018 verkündete er während einer Wahlkampfveranstaltung, er werde den INF-Vertrag kündigen.

Proteste in Büchel: Atomwaffen raus aus Deutschland!

Noch immer lagern US-Atombomben in Deutschland. Ihre Modernisierung ist geplant. Am Stand- ort des Atomwaffenlagers in Büchel (Rheinland-Pfalz) gibt es auch in diesem Jahr wieder eine 20- wöchige Aktionspräsenz mit einer heißen Protestphase im Juli 2019. Die dort aktiven ca. 60 Gruppen/Organisationen aus der ganzen Bundesrepublik werden auch aus Hamburg unterstützt.

Die Bundesregierung muss den Atomwaffenverbotsvertrag unterzeichnen!

Der Atomwaffenverbotsvertrag wurde am 7. Juli 2017 von 122 Staaten der Vereinten Nationen angenommen. Die Atommächte lehnten eine Beteiligung ab. Am 20. September 2017 wurde er zur Unterschrift freigegeben und bislang von 70 Staaten unterzeichnet; 19 Staaten haben ihn ratifiziert. Er tritt in Kraft, sobald dies 50 Staaten getan haben. Wenn die Bundesrepublik den Vertrag unterschreiben und ratifizieren würde, müsste sie die Lagerung von Atomwaffen in Deutschland sowie ihren Transport in und über Deutschland untersagen und von den USA den Abzug ihrer in Deutschland stationierten Atombomben fordern.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
GEW Hamburg (Hintereingang, Raum A), Rothenbaumchaussee 15, 20148 Hamburg