"Junge Europäer*innen aller Länder vereinigt euch!"

Rede von Simon Umbach, Landesleiter der Naturfreundejugend Hessen, auf der "Ein Europa für Alle"-Demonstration in Frankfurt

Wir leben in einer Zeit, in der wir uns mit globalen Problemen konfrontiert sehen, die alles bisher Dagewesene in den Schatten stellen.

Wir sehen uns mit dem größten Artensterben der Menschheitsgeschichte konfrontiert. Der Klimawandel wird, wenn wir nicht in der Lage sind, ihn zu stoppen, die Existenzgrundlage Hunderter Millionen von Menschen vernichten. Wenn wir nicht endlich den Arsch hochbekommen, werden wir uns mit vermehrten Extremwetter-Ereignissen, mit dem steigenden Meeresspiegel und der Versauerung der Ozeane auseinandersetzen müssen.

Diese Probleme müssen wir gemeinsam angehen! Der Klimawandel kann nicht durch nationale Alleingänge gestoppt werden, sondern nur durch eine starke internationale Gemeinschaft.

Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass sich gerade die nationalistischen und rechten Kräfte wie die FPÖ, die Fidesz-Partei und auch die AfD als Klimaleugner präsentieren. Sie lehnen Klimaschutz ab, weil er die Notwendigkeit offenbart, dass die großen Probleme des 21. Jahrhunderts nicht in nationalstaatlicher Eigenbrötlerei gelöst werden können.

Für uns NaturFreundinnen und NaturFreunde ist klar:

  • Wir brauchen eine sozialökologische Transformation.
  • Wir brauchen eine konsequente Klima und Argrarwende, die diese Namen verdienen, denn unsere aktuellen Bemühungen reichen bei weitem nicht aus.
  • Und wir brauchen eine EU, die über ihren Status als Wirtschaftsunion hinauswächst und endlich eine Gemeinschaft wird, in der der Mensch im Mittelpunkt steht.

Diese Ziele erreichen wir nur zusammen, diese Ziele werden wir nur in einer europäischen Gemeinschaft umsetzen können.

Und deshalb fordere ich euch auf:

Junge Europäer*innen aller Länder vereinigt euch! Lasst uns gemeinsam für ein nachhaltiges, solidarisches und ökologisches Europa kämpfen. Heute auf der Straße und nächste Woche an der Wahlurne.