Das Soziale Wandern

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Das Wandern ist nicht nur ein schöner und günstiger Natursport ohne Einstiegshürde. Das Wandern kann auch eine gute Möglichkeit sein, um die Welt zu entdecken und besser zu begreifen.

Die NaturFreunde haben dieser erkenntnistheoretischen Weiterentwicklung des reinen Wandersports einen eigenen Namen gegeben: Das "Soziale Wandern" war schon eine beliebte Freizeitgestaltung zu Beginn der NaturFreunde-Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts, als junge Facharbeiter und Handwerker als "fahrende Gesellen auf der Walz" in die Welt hinaus gingen, um von anderen Menschen in fremden Kulturen zu lernen.

Das Soziale Wandern soll neben der Freude an landschaftlichen Schönheiten zu einem "gesellschaftlichen Schauen" führen: Neben naturwissenschaftlicher und geschichtlicher Bildung stehen dabei immer auch Wirtschaft und Lebensverhältnisse der Menschen vor Ort im Mittelpunkt.

"Soziales Wandern besteht im Achten auf die wirtschaftlichen, politischen, und gesellschaftlichen Verhältnisse und bezieht sich durchaus nicht nur auf die arbeitenden Menschen. Im Gegenteil, auch die Welt der kapitalisten ist in das Soziale Wandern einzubeziehen [...]. Aber das Kennenlernen des Proletariats fremder Gegenden, Landschaften und Staaten wird immer das wichtigste Ergebnis des Sozialen Wanderns sein."
Der Naturfreund, 1930, S. 261 f.

Soziales Wandern mit der Naturfreundejugend im Projekt beweg!gründe

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