10 Jahre Berliner Energietisch: Von Bilanz bis Bio-Limo

14.08.2021 18:00 - 18:00 Uhr
Zielgruppe: 
Alle
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin
Uwe Hiksch
(0176) 62 01 59 02
hiksch@naturfreunde.de

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Birthday-Party des Berliner Energietisches am 14. August 2021 – Party zur Übernahme des Berliner Stromnetzes in BERLINER Hand!

Bringt Speisen, Getränke und gute Laune mit! (Etwas Wasser und Bier werden da sein)

Im Juli 2011 haben wir den Berliner Energietisch gegründet. Unser Ziel war und ist: Eine echte Energiewende durch die Rekommunalisierung der Berliner Energieversorgung! Denn wir woll(t)en erreichen, dass die Berlinerinnen und Berliner bessere Luft und saubere – also aus vor allem dezentralen erneuerbaren Energieträgern produzierte – Energie erhalten. Darüber hinaus sollen sie über die Produktion, Verteilung und Nutzung des Stroms und anderer Energie wesentlich entscheiden bzw. mitentscheiden und ökonomisch gewinnen können. Damit war auch und insbesondere dem Phänomen der Energiearmut der Kampf angesagt. Mit der Forderung nach einer demokratischen öffentlichen (Wieder)Aneignung der Strom-, Gas- und Fernwärmenetze und der Gründung kommunaler Stadtwerke hatten wir vor allem Vattenfall, aber auch die GASAG und die Teilhaber-Konzerne herausgefordert. Anlass waren die Ende 2013/2014 auslaufenden Konzessionsverträge für die Berliner Energienetze mit Vattenfall (Strom) und der GASAG (Gas). Und die Stromversorgung haben wir zum Gegenstand eines Volksentscheids gemacht, das im November 2013 stattfand und das wir nur knapp verloren hatten.

In der Zwischenzeit ist viel passiert: Berlin hat dank Energie-Enquete-Kommission und Regierungswechsel ein vernünftiges Energie- und Klimaschutzgesetz, das einstige Bonsai-Stadtwerk wurde zum ernstzunehmenden energiewirtschaftlichen Akteur ausgebaut. Das Berliner Unternehmen „Berlin Energie“ kann die GASAG- und Vattenfall-Aufgaben ausführen und sorgt nun für das Stromnetz! „Berlin Energie“ kann im Sinne des Sozialen, Ökologischen, Demokratischen und Solidarischem viel besser mit Netzen umgehen. Die Wärmenetze aber will Vattenfall behalten und noch immer wehren sich die GASAG-Teilhaber-Konzerne heftig gegen Vernunft und Verantwortung. Sie wollen Zeit gewinnen und Profite retten.

Doch der Senat hat bei allem Lobenswerten zur Stärkung der öffentlichen Unternehmen, zur Rekommunalisierung der Stromversorgung seine Handlungsmöglichkeiten für eine demokratische, soziale, ökologische und solidarische Energiewende nicht voll genutzt. So stimmt nicht das Tempo bei der Defossilisierung der Energieversorgung, bei der sozial und ökologisch nachhaltigen energetischen Gebäudesanierung und bei der Demokratisierung des Öffentlichen pro erforderliche Energiewende. Er braucht politischen Druck! Und erst brauchen jene Akteure in der Stadt politischen Druck, die wie die genannten Konzerne, bremsen, blocken und verhindern wollen, was die Berlinerinnen und Berliner, die Menschen in Europa und weltweit brauchen: Energische Berliner Schritte zur Realisierung des Pariser Klimaabkommens und der UN-Nachhaltigkeitsziele.

Wir werden also am 14. August kurz Bilanz ziehen, 10 Jahre Berliner Energietisch feiern und neue Verabredungen treffen.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
Urban-Gardening-Projekt GleisBeet, Helsingforser Str. 29, 10243 Berlin