Die Schuhmanns aus Höchst und Hofheim Mario Gesiarz liest aus „Kann lange dauern“ und erzählt von (s)einer Familie, die widerstand.
Anfang 2025 veröffentlichte Mario Gesiarz die Erinnerungen seines Großonkels Karl Schuhmann (1900-1986). Er war der Bruder seiner Großmutter mütterlicherseits.
1936 in den Breuer-Werken verhaftet, wurde er als Kommunist zu fünf Jahren Zuchthaus verurteilt, anschließend bis zur Befreiung 1945 ins KZ Dachau verschleppt.
Die Familie Schuhmann aus dem Industriestädtchen Höchst: Sie waren ganz normale, einfache, lebensfrohe Menschen: Hausfrauen, Verkäuferinnen, Chemie-Arbeiter, Schlosser, Arbeitslose. Sie bewahrten sich ihren Anstand und ihren Respekt vor dem Menschen. Sie waren gegen Militarismus und Krieg, widerstanden den Nazis, ließen sich nicht vom braunen Alltag einfangen.
Mario Gesiarz, auch bekannt als Mundartrezitator, Stoltze-Kenner und Gründer des Mundart-Rezitations-Theaters REZI*BABBEL, erforschte und erzählt die Geschichte seiner Familie mütterlicherseits in Frankfurt-Höchst und Umgebung.
Eine spannende Familiengeschichte über bemerkenswerte Menschen.
