Kapp-Putsch 1923
scheitert am entschlossenen Widerstand der Arbeiter Auf den Spuren der Arbeiterbewegung in Frankfurt
Vom 13. März bis 17. März 1923 putschte Reichswehrgeneral Walther von Lüttwitz, unterstützt wurde er dabei von Teilen der Armee. Als Reichskanzler war
der preußische Generallandschaftsdirektor Wolfgang Kapp vorgesehen. Die Reichsregierung floh aus Berlin. Aber ein umfassender Generalstreik legte das wirtschaftliche Leben lahm und nach 100 Stunden brach der konterrevolutionäre Putsch in sich zusammen.
Generalstreik in Deutschland – auch in Frankfurt standen die Industrie, die Verkehrsbetriebe, ja so ziemlich alles still. Eine Welle revolutionärer Bewegungen brandete wiederholt seit 1918 auf, eine sich bewusster werdende Arbeiterschaft hatte sich entwickelt. Im Ruhrgebiet organisierten sich insbesondere Berg- und Stahlarbeiter in der „Roten Ruhr-Armee und vertrieben die faschistischen Freikorps und Wehrmachteinheiten aus den Ruhrgebietsstädten.
Vieles wurde ins Vergessen verdrängt. Suchen wir wichtige Originalschauplätze dieser Bewegungen auch im Frankfurter Rahmen eines Geschichtsganges auf und erfahren, was sich an diesen Plätzen ereignete.
Sicherlich kommt dabei die Frage auf, hat das für heute noch Bedeutung, lassen sich aus dieser Geschichte für heute Konsequenzen ziehen, in einer Zeit wo Kriegsfähigkeit und völkisches Denken wieder hoffähig und Leitideale werden sollen?
Stationen werden u.a. sein, die ehemaligen Adlerwerke im Gallus der Hauptbahnhof und Bahnhofplatz und zuletzt die „Gutleutkaserne“, heute ein Behördenhaus und Teil des Finanzamtes.
Führung Andreas Joos
