Stammtischkämpfer*innenausbildungen

Dieser Termin findet mehrmals statt, das nächste Mal am:
07.11.2020 - 10:00 Uhr
Zielgruppe: 
Alle
Kosten: 

kostenfrei

Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin
info@naturfreunde-berlin.de
(030) 810 560 250

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In Kooperation mit Aufstehen gegen Rassismus und gefördert durch das Programm Demokratie leben! bieten die NaturFreunde Berlin ab Herbst erstmals Stammtischkämpfer*innenausbildungen an.

Die Stammtischkämpfer*innen-Workshops sind Argumentationstrainings gegen rechte und diskriminierende Parolen.

Wir alle kennen das: In der Diskussion mit Arbeitskolleg*innen, dem Gespräch mit der Tante oder beim Grillen mit dem Sportverein fallen Sprüche, die uns die Sprache verschlagen. Später ärgern wir uns, denken, da hätten wir gerne den Mund aufgemacht, widersprochen, die rechten Parolen nicht einfach so stehen lassen.

Hier wollen wir ansetzen und Menschen in die Lage versetzen, die Schrecksekunde zu überwinden, Position zu beziehen und deutlich zu machen: Das nehmen wir nicht länger hin!

In den Stammtischkämpfer*innen-Seminaren werden Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt, die uns dabei unterstützen, den rechten und rassistischen Parolen wie beispielsweise denen der AfD und ihrer Anhänger*innen etwas entgegenzusetzen.

Dabei ist klar: Der Stammtisch ist überall: An der Kasse des Bio-Supermarktes, auf dem Spielplatz, in der Bahn oder in der Uni-Lerngruppe. Aber: Wir sind auch überall und wir können durch Widerspruch, deutliches Positionieren und engagierte Diskussionen ein Zeichen setzen, die Stimmung in unserem Umfeld beeinflussen und unentschlossenen Menschen ein Beispiel geben.

Das 6-stündige Seminar besteht aus vier Teilen:

Erfahrungsaustausch: In welchen Situationen wurden wir schon mit rechten oder rassistischen Parolen konfrontiert? Wie haben wir reagiert? Was hindert uns daran, zu kontern? Welche Strategien gibt es, zu widersprechen?

Theorie-Input – Argumentieren: Anschließend wollen wir uns mit gängigen rechten und rassistischen Parolen auseinandersetzen und gemeinsam überlegen, wie wir auf diese reagieren können. Welche Argumentationsmuster gibt es? In welchen Situationen begegnen uns diskriminierende Parolen? Dabei wollen wir uns auch damit beschäftigen, wie die Situation, in der wir uns befinden, Einfluss auf unsere Handlungsmöglichkeiten hat. Also mit der Frage, wie ich bspw. in der Straßenbahn auf einen rassistischen Kommentar reagiere und wie am Abendbrottisch mit der Familie.

Übung – Die Schrecksekunde überwinden: Mit einer spielerischen Übung trainieren wir, die Schrecksekunde zu überwinden und schlagfertiger zu werden.

Übung – Rollenspiel: Abhängig von der Gruppengröße und den Wünschen der Teilnehmer*innen und Organisator*innen machen wir zum Schluss entweder eine kleine Rollenspielübung oder eine andere Form der Gruppenarbeit. Ziel dieser letzten Übung ist es, jeweils an einem konkreten Beispiel einmal zu überlegen und zu üben, wie wir als Außenstehende eingreifen können, wenn wir mitbekommen, dass Menschen diskriminiert werden oder rechte Hetze verbreitet wird. Dabei sammeln wir Handlungsmöglichkeiten, wie wir Betroffene unterstützen und wie wir andere Menschen motivieren können, mit uns aufzustehen und einzuschreiten.

Die Teilnahme ist kostenfrei; um Verpflegung kümmern wir uns. Aufgrund der Hygienemaßnahmen ist die Teilnehmendenzahl begrenzt. Eine Anmeldung (Name, Alter, Geschlecht, Kontaktmöglichkeit) unter anna@naturfreunde-berlin.de oder 030 810560250 ist daher erforderlich. Es wäre toll, wenn du eine Teilnahme am kompletten Workshop ermöglichen könntest – ansonsten vermerke das bitte bei der Anmeldung. Bitte bring zum Seminar eine Mund-Nasen-Maske mit und trage diese, wenn du dich nicht an deinem Platz aufhältst. Alle weiteren Details erhältst du dann rechtzeitig von uns.

Ort/Unterkunft/Treffpunkt: 
NaturFreunde Berlin, Paretzer Straße 7, 10713 Berlin

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