Bildung gegen Rechts

FARN-Veranstaltungen 2018

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Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen.

Seit Jahren engagieren sich Einzelpersonen und Gruppen aus dem rechtsextremen Spektrum gegen Atomenergie und Gentechnik, für Tierschutz und Biolandwirtschaft. Rechtes Gedankengut im Naturschutz ist kein neues Phänomen. Der deutsche Naturschutz hat eine lange Geschichte, die auch eng mit völkischen Ideologien und der „Blut und Boden"-Ideologie der Nazis verwoben ist und noch nicht umfassend aufgearbeitet wurde.

Mit dem rechten „Naturschutz“ sind oft auch demokratiefeindliche und menschenverachtende Inhalte verknüpft. Sie sind nicht immer sofort sichtbar und gelangen so „unter falscher Flagge“ in die Mitte der Gesellschaft und in die Politik. Die neuen und alten Rechten besetzen populäre Forderungen mit ihren menschenverachtenden Inhalten neu und verbreiten so unter dem Deckmäntelchen des Naturschutzes ihre Ideologien. Dem gilt es entgegen zu treten.

Hierzu bietet FARN im Jahr 2018 eine Reihe von Bildungsveranstaltungen:
 

20.2.2018
Vortrag und Diskussion | Völkische Traditionen im Umweltschutz

Völkisches, nationalistisches und faschistisches Gedankengut ist seit der Entstehung des Umwelt- und Tierschutzes immer zu finden. Ist das Zufall oder bieten gerade Umweltschutzthemen Ansatzpunkt für die Parteien der Rechten, um ihre menschenfeindlichen Ideologien zu vertreten? Nazis versuchen sich bei Anti-Atom-Demonstrationen einzuschleichen; haben versucht an der Demonstration „Wir haben es satt“ teilzunehmen und versuchen durch völkisches und rassistisches Gedankengut in der biologischen Landwirtschaft und der Tierschutzbewegung Ansatzpunkte für eine Verbreiterung ihres gesellschaftlichen Einflusses zu finden. Woran liegt es, dass sich solche Gedanken in der Umweltbewegung zeigen können? Gibt es reale historische Linien von völkischem Gedankengut in der Umweltbewegung? Was können wir gegen solche Unterwanderungstendenzen als umweltpolitisch Aktive tun?
Veranstalter: LV Berlin, Veranstaltungsreihe „Politik konkret“
Ort: Landesgeschäftsstelle NaturFreunde Berlin, Berlin
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28.4.2018
Seminar | Natur- und umweltpolitische Themen in Publikationen der extrem Rechten

Natur- und Umweltschutzthemen finden sich immer wieder auch in Publikationen von extrem Rechten. Und das nicht ohne Grund: Das Engagement für Umwelt, Natur und Tier ruft in der Mehrheitsgesellschaft Sympathien hervor. So werden demokratiefeindliche und menschenverachtende Positionen und Ideen in die Mitte der Gesellschaft transportiert. Wie erkennt man Publikationen von rechten Gruppierungen? Wie kann trotz gleicher Themenfelder deutlich und unmissverständlich Distanz hergestellt werden?
Ort: Landesgeschäftsstelle NaturFreunde Hessen (Frankfurt)
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2.6.2018
FARN-Fachtagung | Schöne neue Heimat? Nationalchauvinistische und völkische Ideologien im Natur- und Umweltschutz und wie man sich dagegen wehren kann

Die Fachtagung informiert Tätige im Natur- und Umweltschutz, der Jugendverbandsarbeit sowie der Rechtsextremismusprävention über historische und aktuelle Verknüpfungen zwischen Rechtsextremismus und Natur- und Umweltschutz. Die Teilnehmenden lernen Präventions- und Interventionsstrategien kennen und erwerben Kenntnisse über Unterwanderungsstrategien von rechten Gruppierungen und Einzelpersonen.
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
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8.–10.6.2018
Fortbildung: Diversität – mehr als biologische Vielfalt. Diversitätssensible Arbeit in Natur- und Umweltschutzverbänden

Vielfalt und Verschiedenheit sind zentrale Bestandteile einer offenen, demokratischen Gesellschaft. Die Förderung und Pflege von Diversität stellt ein unmittelbares Gegengewicht zu rechtsextremistischen, demokratiefeindlichen und menschenverachtenden Haltungen und Aktivitäten dar. Die Fortbildung richtet sich an Aktive im Natur- und Umweltschutz sowie der Kinder- und Jugendarbeit, die mit der Organisation von Veranstaltungen betraut sind.
Ort: Naturfreundehaus Hannover
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31.8.–1.9.2018
Seminar: Heimatschutz – Naturschutz – Umweltschutz: Die völkische Tradition des Umweltschutzes

Seit seiner Entstehung ist der Natur- und Umweltschutz oft mit völkischem, nationalistischem und faschistischem Gedankengut verbunden. Ist das Zufall oder bieten gerade Umweltschutzthe­men Ansatzpunkte für die menschenfeindlichen Ideologien der Parteien der Rechten? Das Seminar geht auf die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes sowie der Lebensreformbewegung ein, analysiert das Konzept des Heimatschutzes als Teil der rechten Umweltideologie und erläutert die Ansatzpunkte der politischen Rechten in der umweltpolitischen Diskussion.
Ort: Naturfreundehaus Hannover
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19.–21.10.2018
Fortbildung | Auf ein Wort und mit klarer Kante. Präventions- und Beratungsarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Fortbildung richtet sich an Aktive im Natur- und Umwelt­schutz sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Rechtsextremismus, Demokratiefeindlichkeit und gruppenbezogene Menschen­feindlichkeit sind Phänomene, die überall auftauchen können. Wie sehen Präventionsstrategien aus? Wie können sie ganz praktisch umgesetzt werden? Was können wir schon? Welche Hilfen brauchen wir?
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
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10.–11.11.2018
Fortbildung | Zwischen den Zeilen. Von der biologischen Invasion zur neurechten „Umvolkung“

Die Fortbildung richtet sich an Tätige in der Öffentlichkeitsarbeit von Natur- und Umweltschutzverbänden. Untersucht werden gängige Sprachbilder und Begrifflichkeiten auf Anschlussfähigkeit für extrem rechtes Gedankengut. Alternativen werden aufgezeigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit Social Media.
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
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