Bildung gegen Rechts

FARN-Veranstaltungen 2018

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Die Fachstelle Radikalisierungsprävention und Engagement im Naturschutz (FARN) untersucht die historischen und aktuellen Verknüpfungen des deutschen Natur- und Umweltschutzes mit extrem rechten und völkischen Strömungen.

Seit Jahren engagieren sich Einzelpersonen und Gruppen aus dem rechtsextremen Spektrum gegen Atomenergie und Gentechnik, für Tierschutz und Biolandwirtschaft. Rechtes Gedankengut im Naturschutz ist kein neues Phänomen. Der deutsche Naturschutz hat eine lange Geschichte, die auch eng mit völkischen Ideologien und der „Blut und Boden"-Ideologie der Nazis verwoben ist und noch nicht umfassend aufgearbeitet wurde.

Mit dem rechten „Naturschutz“ sind oft auch demokratiefeindliche und menschenverachtende Inhalte verknüpft. Sie sind nicht immer sofort sichtbar und gelangen so „unter falscher Flagge“ in die Mitte der Gesellschaft und in die Politik. Die neuen und alten Rechten besetzen populäre Forderungen mit ihren menschenverachtenden Inhalten neu und verbreiten so unter dem Deckmäntelchen des Naturschutzes ihre Ideologien. Dem gilt es entgegen zu treten.

Hierzu bietet FARN im Jahr 2018 eine Reihe von Bildungsveranstaltungen:
 

1./2.6.2018
FARN-Fachtagung | Schöne neue Heimat? Nationalchauvinistische und völkische Ideologien im Natur- und Umweltschutz und wie man sich dagegen wehren kann

Die Fachtagung informiert Tätige im Natur- und Umweltschutz, der Jugendverbandsarbeit sowie der Rechtsextremismusprävention über historische und aktuelle Verknüpfungen zwischen Rechtsextremismus und Natur- und Umweltschutz. Die Teilnehmenden lernen Präventions- und Interventionsstrategien kennen und erwerben Kenntnisse über Unterwanderungsstrategien von rechten Gruppierungen und Einzelpersonen.
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
Zur Anmeldung

31.8.–1.9.2018
Seminar: Heimatschutz – Naturschutz – Umweltschutz: Die völkische Tradition des Umweltschutzes

Seit seiner Entstehung ist der Natur- und Umweltschutz oft mit völkischem, nationalistischem und faschistischem Gedankengut verbunden. Ist das Zufall oder bieten gerade Umweltschutzthe­men Ansatzpunkte für die menschenfeindlichen Ideologien der Parteien der Rechten? Das Seminar geht auf die Geschichte des Natur- und Umweltschutzes sowie der Lebensreformbewegung ein, analysiert das Konzept des Heimatschutzes als Teil der rechten Umweltideologie und erläutert die Ansatzpunkte der politischen Rechten in der umweltpolitischen Diskussion.
Ort: Naturfreundehaus Hannover
Zur Anmeldung

19.–21.10.2018
Fortbildung | Auf ein Wort und mit klarer Kante. Präventions- und Beratungsarbeit für Jugendliche und junge Erwachsene

Die Fortbildung richtet sich an Aktive im Natur- und Umwelt­schutz sowie der Kinder- und Jugendhilfe. Rechtsextremismus, Demokratiefeindlichkeit und gruppenbezogene Menschen­feindlichkeit sind Phänomene, die überall auftauchen können. Wie sehen Präventionsstrategien aus? Wie können sie ganz praktisch umgesetzt werden? Was können wir schon? Welche Hilfen brauchen wir?
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
Zur Anmeldung

10.–11.11.2018
Fortbildung | Zwischen den Zeilen. Von der biologischen Invasion zur neurechten „Umvolkung“

Die Fortbildung richtet sich an Tätige in der Öffentlichkeitsarbeit von Natur- und Umweltschutzverbänden. Untersucht werden gängige Sprachbilder und Begrifflichkeiten auf Anschlussfähigkeit für extrem rechtes Gedankengut. Alternativen werden aufgezeigt. Ein besonderer Fokus liegt auf der Arbeit mit Social Media.
Ort: Naturfreundehaus Teutoburg (Bielefeld)
Zur Anmeldung