Das Endspiel um die Kohle beginnt am 24. Juni

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Noch in diesem Jahr soll die Entscheidung über den Kohleausstieg in Deutschland fallen. Die Bundesregierung hat dafür extra eine Kohle-Kommission eingesetzt.

Doch das bedeutet nicht, dass Deutschlands Klimakiller Nummer Eins einfach so abgeschaltet werden. Denn die Kohlelobby, allen voran RWE & Co., will den Ausstieg blockieren. Sie verdient ja gut am Kohleschmutz.

Damit sich die Kohlelobby nicht durchsetzt und die Kohlebagger endlich stillstehen, damit die schmutzigen Kraftwerke unser Klima und unsere Gesundheit nicht weiter zerstören, wollen am 24. Juni in Berlin Tausende Menschen mit ihren schwarz gefärbten Händen ein klares Signal senden: Stop Kohle!

„Mit der Demonstration wollen wir den klimabewussten Vertreterinnen und Vertretern der Kohle-Kommission Rückenwind geben, damit die Forderung nach einem schnellen Kohleausstieg festgeschrieben wird.“
Uwe Hiksch, Mitglied des Bundesvorstands der NaturFreunde Deutschlands und Demo-Anmelder

Denn schon zwei Tag später – am 26. Juni – verhandelt die Kohle-Kommission erstmals über den Ausstieg. Und die übergroße Mehrheit der Bevölkerung will beim Klimaschutz endlich Taten sehen.

„Die Bundesrepublik muss schnell raus aus der Kohle, das ist klar. Dieser Ausstieg ist auch eine strategische Frage, wie und ob es mit dem Klimaschutz weitergeht.“
Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands

Ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis, in dessen Trägerkreis sich auch die NaturFreunde Deutschlands engagieren, hat die Demonstration gegen die Kohle am 24. Juni in Berlin angemeldet. Parallel wird es bundesweit deszentrale Aktionen geben.

Mach auch du mit und erhebe deine Hände für den Klimaschutz!

11:00 Uhr NaturFreunde-Treffen (auf dem Washingtonplatz vor dem Hauptbahnhof)

12:00 Uhr Demo-Start mit Auftaktkundgebung (vor dem Kanzleramt)

13:45 Uhr Protestaktion: deine Hände für den Klimaschutz

14:00 Uhr Abschlusskundgebung (vor dem Kanzleramt) mit Live-Musik und Reden (auch von Michael Müller, Bundesvorsitzender der NaturFreunde Deutschlands)

Das Bündnis fordert:

  • Die Bundesregierung muss dafür sorgen, dass die Klimaziele erreicht werden. Sie muss ein Sofortprogramm vorlegen, das die Einhaltung des 2020-Klimaschutzziels ermöglicht. Dafür müssen die CO2-Emissionen der Kohlekraftwerke um rund 100 Millionen Tonnen sinken;
  • einen gesetzlichen Ausstiegs-Fahrplan für Kohlekraftwerke und Tagebaue, mit dem die nationalen Klimaziele und das Pariser Klima-Abkommen eingehalten werden;
  • den sofortigen Stopp aller Pläne für neue Kohlekraftwerke, Tagebaue und -erweiterungen;
  • zielgerichtete Unterstützung der betroffenen Kohle-Regionen und Beschäftigten statt einen vergoldeten Ausstieg für die Kohlekonzerne.