Im Kampf für sauberes Wasser und Menschenrechte in Honduras

Neues NaturFreunde-Projekt stärkt honduranische Basisgruppen in der Verteidigung ihrer Rechte

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Im Februar hat ein gemeinsames Projekt der NaturFreunde Deutschlands mit der honduranischen Organisation FundAmbiente begonnen, das honduranische Basisgruppen in ihrem Einsatz für Menschenrechte und Umweltschutz unterstützt. Denn durch Bergbau- und Wasserkraftprojekte werden in Honduras immer mehr natürliche Wasservorkommen privatisiert und verschmutzt. Dadurch steht nicht weniger als die Wasserversorgung der honduranischen Bevölkerung auf dem Spiel.

In dem knapp dreijährigen Projekt unterstützen die NaturFreunde und FundAmbiente mehr als 30 Gemeinden im Department Atlántida an der honduranischen Atlantikküste, die sich in der "Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" (Movimiento Amplio por la Dignidad y la Justicia [MADJ]) organisiert haben. Die Lebensgrundlage dieser Gemeinden sind landwirtschaftliche Aktivitäten wie der Anbau von Mais, Bohnen und Bananen. Sauberes Wasser ist dabei nicht nur für die Bewässerung der Felder, sondern auch für die Versorgung mit Trinkwasser essentiell.

Gefährliches Engagement

Eine wachsende Anzahl geplanter, oft illegaler Bergbau- und Wasserkraftprojekte droht den Zugang der Bevölkerung zu sauberem Wasser zu gefährden. Bisher sind 17 Fluss- und 28 Bergbau-Konzessionen an Privatunternehmen vergeben worden. Die lokale Bevölkerung wurde nicht konsultiert, was auf ihrem Land passieren wird. Die Folgen: Der Zugang zu Wasser wird für die Gemeinden eingeschränkt und die Flüsse werden durch Bauaktivitäten verschmutzt.

Viele Gemeinen setzen sich zur Wehr. Doch die Menschen, die sich aktiv für ihre Ressourcen einsetzen, werden eingeschüchtert, kriminalisiert oder gar ermordet. Honduras ist eines der gefährlichsten Länder für Umweltverteidiger*innen.

Ziel des gemeinsamen Projektes ist es, die Basisgruppen der "Breiten Bewegung für Würde und Gerechtigkeit" in den Gemeinden derart zu stärken, dass sie notwendige Kenntnisse erhalten, um sich juristisch gegen die illegale Konzessionsvergabe zur Wehr setzen zu können. Im Rahmen des Projektes werden Studien zur Situation der natürlichen Güter in Atlántida durchgeführt und es wird ein Lehrplan für die Fortbildung der Basisgruppen erarbeitet und umgesetzt. Als ein Ergebnis des Projektes werden die Gemeinden ein Konzept zur nachhaltigen Wasserversorgung in ihrer Region erarbeiten und auf politischer Ebene einbringen.

Hilf mit deiner Spende die Wasserversorgung der lokalen Bevölkerung zu unterstützen! Hier gelangst du zum Spendenformular.

Aktuelle Informationen zu dem Projekt und zu Honduras findest du auf der Webseite der NaturFreunde Berlin: www.naturfreunde-berlin.de/honduras

Das Projekt wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung gefördert.

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