Natura Trail | Altwarmbüchener Moor

Wandern und Radeln durch die Natura-2000-Gebiete von Niedersachsen

1 Fahrradtour à 46 Kilometer
Niedersachsen

Das Altwarmbüchener Moor am östlichen Stadtrand von Hannover ist flächendeckend als FFH-Gebiet geschützt und gleichzeitig als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Dadurch wurden letzte Hochmoorareale erhalten. Zuvor wurde seit dem 17. Jahrhundert und bis zur Mitte des 20. Jahrunderts Torf abgebaut und dafür Entwässerungsmaßnahmen durchgeführt. Das schädigte die ursprüngliche Moorvegetation.

Das niedersächsische Moorschutzprogramm fördert seit den 1980er Jahren die Wiedervernässung. Heute ist die Moorfläche größtenteils von naturnahen, strukturreichen Birken-Kiefern-Wäldern bedeckt, einige Bereiche enthalten Birken-Erlen-Bruchwald, Eichen-Mischwald oder Buchenwald. Auf den noch erhaltenen Moorarealen wachsen Torfmoose, Binsen und Wollgräser.

Eine Besonderheit stellt das Vorkommen der Schmalblättrigen Lorbeerrose sowie des Königsfarn dar. Das Moor bietet ideale Lebensbedingungen für zahlreiche Tierarten, wie z.B. Kammmolch und Moorfrosch, Kuckuck und Wiesenweihe.   

Zum Flyer-Download

Fahrradtour vom Naturfreundehaus Grafhorn entlang des Altwarmbüchener Moores zum Naturfreundehaus Misburg und weiter nach Langenhagen-Kaltenweide
ca. 46 km
Ausgangspunkt: 
Bahnhof Immensen-Arpke
POINT (10.084507 52.391408)
Endpunkt: 
Bahnhof Langenhagen-Kaltenweide
POINT (9.736307 52.4797733)
Die Route beginnt und endet jeweils an einer Bahnstation. Sie verläuft durch fweitgehend ebenes Gelände. Entlang der Strecke laden die Naturfreundehäuser Grafhorn und Misburg am Blauen See zur Rast ein. Insbesondere das Freilichtmuseum Eisenzeithaus in Grafhorn ist einen Besuch wert. Unterwegs bieten das Altwarmbüchener Moor, der Ahltener und der Misburger Wald, der Altwarmbüchener See und die Wietze-Aue viele Naturbeobachtungsmöglichkeiten. Dafür sollte genügend Zeit eingeplant werden.

Der Trail führt durch folgende Natura-2000-Gebiete:

Entwässertes, stark durch alten Torfstich überformtes Hochmoor, überwiegend Birken-Kiefern-Moorwald. Offene Bereiche mit degen. Hochmoor sowie Übergangsmooren und dystrophen Kleingewässern. Eichen-Hainbuchenwald. Sekundärbiotope mit Cladium und Chara.

Lebensraumtypen: 
  • Renaturierungsfähige degradierte Hochmoore
  • Übergangs- und Schwingrasenmoore
  • Torfmoor-Schlenken mit Schnabelbinsen-Gesellschaften
  • Sümpfe und Röhrichte mit Schneide
  • Kalkreiche Niedermoore
  • Lebende Hochmoore
  • Feuchte Hochstaudenfluren
  • Alte bodensaure Eichenwälder auf Sandböden mit Stieleiche
  • Moorwälder
  • Erlen-Eschen- und Weichholzauenwälder
  • Sternmieren-Eichen-Hainbuchenwälder
  • Hainsimsen-Buchenwälder
  • Waldmeister-Buchenwälder
  • Feuchte Heiden mit Glockenheide
  • Nährstoffarme bis mäßig nährstoffreiche kalkhaltige Stillgewässer mit Armleuchteralgen
  • Dystrophe Stillgewässer

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© 
30629 Hannover
Übernachtungsplätze vorhanden
vollbewirtschaftet
© 
31275 Lehrte
Übernachtungsplätze vorhanden
vollbewirtschaftet