NaturFreunde treten der Initiative Lieferkettengesetz bei

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Auch deutsche Unternehmen, die vom globalen Markt profitieren, müssen Verantwortung tragen – denn allzu häufig lassen sie Menschenrechte und Umweltschutz außer Acht.

Deshalb fordern die NaturFreunde die Einführung verbindlicher nationaler und europäischer Lieferkettengesetze zur Durchsetzung menschenrechtlicher und umweltbezogener Sorgfaltspflichten von Konzernen. „Wir als Bundesverband treten dafür ein, dass Unternehmen in Deutschland zur Verantwortung gezogen werden,“ sagt Vorstandsmitglied Uwe Hiksch.

Um der Forderung Nachdruck zu verleihen, sind die NaturFreunde der Initiative Lieferkettengesetz beigetreten. Diese Initiative ist ein Zusammenschluss von mehr als 100 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die sich gemeinsam dafür einsetzen, dass Unternehmen ihren menschenrechtlichen und umweltbezogenen Sorgfaltspflichten nachkommen.

Damit das Lieferkettengesetz wirkt, fordert die Initiative, dass folgende Punkte aufgenommen werden:

  • Verpflichtung der Unternehmen zur Sorgfalt in der gesamten Wertschöpfungskette
  • Einführung von staatlichen Kontrollbehörden und Möglichkeiten für Sanktionsmechanismen bei Verstößen
  • Anerkennung des Zusammenhangs von Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung
  • Möglichkeiten zivilrechtlicher Haftung, d.h. Schadenersatzklagen von Betroffenen im Ausland müssen vor deutschen Gerichten möglich sein
  • Einbeziehung auch kleiner Unternehmen vor allem aus Sektoren mit hohen Menschenrechtsrisiken

In Anbetracht der aktuellen Klima- und Coronakrise wird es höchste Zeit, dass Unternehmen für Umweltschutz und Menschenrechte Verantwortung zeigen und ein wirksames Lieferkettengesetz, wie im Koalitionsvertrag vereinbart, verabschiedet wird. Diese Forderung kann in einem Brief an Bundeswirtschaftsminister Altmaier hier unterstützt werden.