Die Demo startet an der Ecke Torstraße / Tucholskystraße und führt in Richtung Osten bis zum Rosenthaler Platz. Die Initiative lebendige Torstraße und die NaturFreunde haben mit einem erneuten Unterlassungsantrag für die NaturFreunde einen deutlichen zeitlichen Aufschub erreicht und eine erneute Prüfung initiiert.die Initiative lebendige Torstraße und die NaturFreunde haben mit einem erneuten Unterlassungsantrag für die NaturFreunde einen deutlichen zeitlichen Aufschub erreicht und eine erneute Prüfung initiiert. Jetzt gilt es, den Druck aufrechtzuerhalten und nach der Wahl den Verantwortlichen zu zeigen, dass wir eine Neuplanung brauchen.
Wir sind so dankbar, dass ihr immer wieder auf unsere Mittwochs-Demos kommt. Egal ob Baum-Yoga, Demokratie-, Tanz- oder Kinder-Demo. Wir haben etwas bewirkt, die Torstraße ist in aller Munde und kaum jemand, außer der Senatsverwaltung, sagt noch, dass die absurde Umbauplanung der Torstraße richtig ist. Die Senatorin findet leider keine Zeit, unsere Petitionsunterschriften anzunehmen. Wir denken uns unseren Teil und machen weiter.
Aber wie geht es weiter? Das ist Schwerpunkt unserer zunächst letzten wöchentlichen Demo am kommenden Mittwoch.
Wir haben einiges in Petto und wollen die Demo am Mittwoch dazu nutzen, die nächsten Schritte zu kommunizieren, euch einzubinden und euer Feedback zu hören.
Die Torstraße, eine der wichtigsten Straßen im Berliner Bezirk Mitte, soll erneuert und umgestaltet werden. Über 10 Mio. Euro will der Berliner Senat allein für den ersten Bauabschnitt zwischen Chausseestraße und Rosenthaler Platz ausgeben. Es kommt selten vor, dass eine bestehende Straße auf der ganzen Breite - von Haus zu Haus - erneuert wird. Das bietet die einmalige Chance, die künftige Straße zukunftsfähig zu gestalten, denn so wie die Straße heute gebaut wird, muss sie die nächsten 50 bis 80 Jahre gut funktionieren. Und das bei Hitze, Dürre und Starkregen, bei veränderter Mobilität, in einer weiter wachsenden Stadt.
Eine zukunftsfähige und funktionierende Straße!
Unsere Stadt verändert sich rasant und steht gleichzeitig vor großen Herausforderungen. Die Stadt braucht öffentliche Räume, die diesen Veränderungen gewachsen sind. Die aktuelle Planung erfüllt diese Anforderungen in keiner Weise. Die Torstraße bietet durch ihre weitreichende Erneuerung die echte Chance, ein Modell für eine zukunftsfähige Berliner Straße zu werden. Das bedeutet:
- Reduzierung der Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auf ein vernünftiges Maß auf Grundlage der Anforderungen einschlägiger Planungsrichtlinien und der aktuellen Verkehrszählungen. Folglich Einhaltung der Qualitätsstandards des Mobilitätsgesetzes ohne Abweichungen: Bei derzeitiger Belastung nur ein Fahrstreifen je Richtung für den motorisierten Verkehr und dadurch ausreichend Platz für sichere Radwege im vorhandenen Straßenprofil bei gleichzeitiger Reduktion von Emissionen und Lärm
- Konsequente Gestaltung für Tempo 30, die nicht suggeriert: hier darf schnell gefahren werden. Dauerhafte Sicherung durch Geschwindigkeitskontrollen und geschwindigkeitsdämpfende Elemente.
- Mindestens Beibehaltung der Flächen für Bürgersteig und Baum-/Grünstreifen ohne Beeinträchtigung durch Fließverkehr. Innerhalb der heutigen Fahrbahn ist bei vernünftiger Planung Platz genug für sicheres Radfahren, ohne Bürgersteigflächen in Anspruch zu nehmen.
- Sichere Fußgängerüberwege an allen relevanten Stellen, um insbesondere für Kinder, ältere Menschen sowie Mobilitätseingeschränkten den erforderlichen Schutz zu bieten.
- Durchgängige, sichere Radwege, getrennt vom Fuß- und Autoverkehr.
- Wege für Rettungsfahrzeuge, die im Gegensatz zur jetzigen Senatsplanung wirklich gewährleisten, dass diese schnell durchkommen. Ein überbreiter Radfahrstreifen als “Safety-Lane” hat sich dafür bewährt. Zu viele und überbreite Kfz-Spuren lösen das Problem nicht, sondern schaffen Neue.
- Alltagstauglich organisierte Seitenbereiche der Fahrbahn, die klar nachvollziehbare Möglichkeiten für Lieferverkehr, notwendiges Parken, Behindertenstellplätze, Jelbi-Stationen und Schulbushalt gewährleisten.
NaturFreunde Berlin, Uwe Hiksch, hiksch@naturfreunde.de, Tel.: 0176-62015902

