Rosa Luxemburg und die NaturFreunde. Zum 150. Geburtstag einer Revolutionärin

Online-Vortrag im Rahmen der Vortragsreihe Treffpunkt i

02.03.2021 19:00 - 21:00 Uhr
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Bundesgeschäftsstelle
(030) 29 77 32-60
Anmeldung über das untenstehende Formular.

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Am 5. März 2021 würde Rosa Luxemburg 150 Jahre alt. Grund genug an die überzeugte Kämpferin für einen emanzipatorischen Sozialismus zu denken.

„Ich lebe am fröhlichsten im Sturm“, soll sie einmal gesagt haben. Kurz und stürmisch war ihr kämpferisches Leben. Leidenschaftlich griff sie in die brennenden Debatten der innerdeutschen und internationalen Politik ein. Sie hielt auf fast allen Parteitagen flammende Reden, fuhr als Delegierte zu zahlreichen internationalen Konferenzen; auch 1907 nach Stuttgart, um die Internationale sozialistische Frauenbewegung mitzugründen. Dazwischen schrieb die absolute Kriegsgegnerin „wie im Rausch“ ihre berühmt gewordenen Texte. Die Zeit schien 1918 reif für einen Umbruch. Rosa glaubte an den Kampf der Arbeitenden …

Sie war auch eine Naturfreundin, im tiefsten Innersten mit Empathie interessiert an ihrem Gärtchen und den Hummeln auf einer Wiese. Ihre Kohlmeisen seien ihr wichtiger als die Genossen, schreibt sie ironisch aus dem Gefängnis an ihre Freundin. Und dennoch ist sie die, wenn auch nur indirekt wirkende, treibende Kraft für eine Revolution. Sie schreibt August Bebel „Ick liebe Dir“, versucht, Marx zu ergänzen, legt sich mit Bernstein an, genauso wie mit Lenin und wird neben Karl Liebknecht zum Symbol der sozialistischen Revolution von 1919. Im Januar 1919 von faschistischen Freikorps, denen der sozialdemokratische Innenminister freie Hand lässt, ermordet, endet sie im Berliner Landwehrkanal. Aber sie hinterlässt Schriften von grossem Wert, wunderbare Polemiken und wie alle großen Denker*innen, aus der Nachwelt betrachtet, einige Irrtümer.

Was sie über die Demokratie gesagt hat, wird heute bis zum Bundespräsidenten zitiert, aber gelegentlich missverstanden.

Am Denkmal am Landwehrkanal, an der Stelle, wo sie 1919 hineingeworfen wurde, steht geschrieben:
„Im Kampf gegen Unterdrückung, Militarismus und Krieg starb die überzeugte Sozialistin Rosa Luxemburg / als Opfer eines heimtückischen politischen Mordes. / Die Mißachtung des Lebens und die Brutalität gegen den Menschen lassen die Fähigkeit der Menschen zur Unmenschlichkeit erkennen. Sie kann und darf kein Mittel irgendeiner Konfliktlösung sein und bleiben.“

Der Vortrag ist Teil der Vortragsreihe "Treffpunkt i".

Die Referent*innen:
Dr. Gisela Notz, Sozialwissenschaftlerin, Historikerin
Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Der Vortrag findet über das Programm Zoom statt. Die Einwahldaten erhältst du nach deiner Anmeldung.

Leistung: 

Die Teilnahme ist kostenfrei.

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