Wie am Naturfreundehaus Hannover Stein für Stein die Solidarität wuchs

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Solidarität zeigen, persönlich wachsen und dabei viel Spaß haben: So könnte man die zwei Wochen im internationalen Workcamp am Naturfreundehaus Hannover zusammenfassen. Fünfzehn NaturFreund*innen aus Deutschland und Aserbaidschan gestalteten im August zwei Wochen lang gemeinsam ein Mosaik und mehrere Land-Art-(Landschaftskunst)-Objekte im Außenbereich des Hauses und beschäftigten sich nicht nur über die praktische Arbeit, sondern auch in vielen Gesprächen mit dem Thema Solidarität.

Solidarität ist einer der Grundwerte der NaturFreunde und hat in der Geschichte des Verbandes seit seinen Anfängen in der Arbeiterbewegung Ende des 19. Jahrhunderts immer wieder eine besondere Kraft gezeigt. Für den Bau der Naturfreundehäuser zum Beispiel war Solidarität wesentlich: Viele der über 400 Häuser wurden Stein für Stein von Freiwilligen gebaut. Was durch gegenseitige Unterstützung alles möglich werden kann, sollten die Jugendlichen auch im Rahmen des Workcamps im Naturfreundehaus in Hannover erfahren. 

Teilnehmende profitierten ebenso wie das Naturfreundehaus

Das zweiwöchige Camp wurde von der Naturfreundejugend Deutschlands organisiert und durch den Europäischen Solidaritätskorps der Europäischen Union gefördert. Dadurch waren Anreise, Unterkunft, Verpflegung und Freizeitprogramm für die Teilnehmenden umsonst. Auch das Naturfreundehaus profitierte ganz klar von dem Workcamp: Arbeitsintensive Projekte wie die Gestaltung eines Mosaiks oder eines Holzpodests wären mit der „normalen“ Anzahl helfender Hände schwer realisierbar gewesen.

Unter professioneller fachlicher Anleitung konnten sich die Teilnehmenden im kreativen Prozess selbst verwirklichen und viel dazulernen – nicht nur in der Gestaltung und im Handwerk, sondern auch in vielen Gesprächen während und nach den Arbeitseinsätzen: Welche Bedeutung hat Solidarität aktuell für junge Menschen? Welche Rolle spielt Solidarität für die aktuellen Aktivitäten der Naturfreundejugend in Deutschland und in Aserbaidschan? Welche gemeinsamen Aktionsformen sind in Zukunft denkbar? Über diese und andere Fragen wurde lebhaft diskutiert.

Die intensive Zeit wird in Erinnerung bleiben

Dabei wurden Vorurteile abgebaut und neue Freundschaften geknüpft. So ist während des Workcamps wieder Stein für Stein die Solidarität gewachsen – mit sichtbaren Ergebnissen. Sprachliche Barrieren und durchaus notwendige handwerkliche Fähigkeiten machten die Arbeit nicht immer einfach, aber schließlich konnten das Mosaik und mehrere Land-Art-Kunstwerke fertiggestellt werden. Ein Holzpodest ist nicht ganz fertig geworden, das muss das Team des Naturfreundehauses in den nächsten Wochen selbst in die Hand nehmen.

Christa Kemper, die stellvertretende Hausleiterin, zog trotzdem ein sehr positives Fazit: „Es war wirklich sehr bereichernd, unsere internationalen Gäste hier zu haben. Wir haben viel voneinander gelernt – und haben jetzt ein wunderschönes Mosaik im Garten, das uns noch lange an die zwei intensiv erlebten Wochen erinnert.“

Möchtet ihr an eurem Naturfreundehaus auch ein Workcamp ausrichten? Dann meldet euch bei der Naturfreundejugend Deutschlands, die euch gern dabei unterstützt.

Weitere Bilder

Workcamp NFH Hannover August 2019

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30655 Hannover
Übernachtungsplätze vorhanden
vollbewirtschaftet