Fernweh – ein Podcast über das Reisen in den globalen Süden

Grafik mit Palme und Koffer
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Wer ist nicht ab und zu von Fernweh gepackt – angeregt von Filmen oder Romanen über ferne Länder, dem Wunsch aus der Jugend, in die Welt hinauszuziehen oder Freund*innen zu besuchen? Dabei ist die Möglichkeit zu Fernreisen nur einem kleinen Teil der Weltbevölkerung – vorrangig aus dem globalen Norden – vorbehalten. Ein Podcast der NaturFreunde beleuchtet jetzt in drei Folgen, welche sozialen und ökologischen Auswirkungen Fernreisen auf Menschen im globalen Süden haben und welche historischen Kontinuitäten beim Privileg des Reisens bestehen.

Kann ich als sozial und ökologisch verantwortlich handelnder Mensch überhaupt noch Fernreisen antreten? Was muss ich dann dabei beachten? Dieser und anderen Fragen gehen Rita, Ethnologin und aktive NaturFreundin aus Berlin, und Kirstin, Journalistin und Engagierte im Arbeitskreis Internationalismus der NaturFreunde Berlin, in drei Folgen des Podcasts "Fernweh – Über das Reisen in den globalen Süden" nach. Die beiden NaturFreund*innen haben sich in den vergangenen Monaten mit dem Thema des Reisens aus unterschiedlichen Perspektiven beschäftigt und möchten mit dem Podcast ihre Erkenntnisse aufarbeiten, Impulse setzen, Fragen stellen und Diskussionen anregen.

So unterhalten sie sich in der ersten Folge über die koloniale Vergangenheit des Reisens von Europäer*innen in Länder des Südens. Sie haben Menschen aus Argentinien, Brasilien und Gambia befragt, was für sie Urlaub und Reisen bedeutet. Beide erkunden auch, woher das Privileg des Reisens historisch kommt. In der zweiten Folge stellen die beiden einige Möglichkeiten von Fernreisen vor, durch die Reisende die sozialen Realitäten in Ländern des globalen Südens gut kennenlernen können. In der dritten Folge beschäftigen sie sich mit der Frage des Fliegens in Zeiten des Klimawandels. Sind virtuelle Reisen, wie sie die NaturFreunde Internationale in 2021 angeboten haben, eine gute Alternative?

"Es gibt kein allgemeingültiges Rezept, wie Reisende mit dem Dilemma zwischen dem Interesse an Menschen, Kulturen und Orten im globalen Süden und dem durch Fernreisen verursachten negativen Auswirkungen umgehen können", macht NaturFreundin Rita deutlich. Mit dem Podcast wollen die beiden Autor*innen aber Anregungen geben, sich mit diesem Thema zu beschäftigen und eigene Antworten zu finden.

Der Podcast ist über den untenstehenden Link sowie auf allen gängigen Podcastplattformen verfügbar.

 

 

 

Der Podcast ist Teil des Projektes "Global unterwegs". In drei Folgen beleuchtet der Podcast die sozialen und ökologischen Auswirkungen von Fernreisen.

Für den Inhalt dieser Publikation ist allein NaturFreunde Deutschlands, Verband für Umweltschutz, sanften Tourismus, Sport und Kultur Bundesgruppe Deutschland e. V. verantwortlich; die hier dargstellten Positionen geben nicht den Standpunkt von Engagement Global oder des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung wieder.