Wissenschaft konkret: „Das Ökologie- und Umweltverständnis bei Marx und Engels und seine Auswirkung auf eine moderne Kapitalismuskritik“

11.01.2021 19:30 - 19:30 Uhr
Zielgruppe: 
Alle
Auskunft & Anmeldung: 

NaturFreunde Berlin
Uwe Hiksch
hiksch@naturfreunde.de
(0176) 62 01 59 02

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Die Auseinandersetzung bei Marx und Engels zu ökologischen und umweltpolitischen Themen ist weniger bekannt. Dabei hat sich Marx und Engels in ihren umfangreichen Studien sehr eingehend mit ökologischen Themen und den natürlichen Grenzen des Wachstums beschäftigt. Der Vortrag zeigt Ergebnisse der neueren Marx-Forschung auf und untersucht die Marx'sche Theorie unter einem kritischen umweltpolitischen Blick.

Friedrich Engels schrieb vor fast 150 Jahren in seinem Buch Dialektik der Natur:
„Schmeicheln wir uns nicht zu sehr mit den menschlichen Siegen über die Natur. Für jeden solchen Sieg rächt sie sich an uns. Jeder hat in erster Linie zwar die Folgen, auf die wir gerechnet haben, aber in zweiter und dritter Linie hat er ganz andere, unvorhergesehene Wirkungen, die nur zu oft jene ersten Folgen wieder aufheben.“

Als Begründer des "Marxismus" verbinden auch heute noch viele mit Karl Marx und Friedrich Engels die Ökonom*innen, Sozialist*innen und Philosoph*innen, denen es vor allem um die Ökonomie, aber nicht um die Ökologie ging. Der Vortrag will dieses Vorurteil hinterfragen und anhand aktueller Diskussionen und wissenschaftlicher Arbeiten den "grünen Marxismus" vorstellen.

Marx und Engels befassten sich in ihren Schriften nicht nur mit der Arbeiter*innenklasse und der Politökonomie, sondern lasen die Schriften des Biologen Darwin und des Chemikers von Liebig, setzten sich mit ihnen auseinander und entwickelten wichtige Kritiken an beiden. So trugen sie bereits im 19. Jahrhundert dazu bei, dass eine ganzheitliche Sicht auf die Gesellschaft und Ökonomie entwickelt wurde, die ausdrücklich die Folgen der kapitalistischen Gewinnmaximierung auf die Natur aufzeigt.

Die NaturFreunde haben, ganz im Sinne von Friedrich Engels, die Natur und den Menschen nicht isoliert betrachtet, haben nicht Natur gegen Gesellschaft gestellt, sondern für ein gesellschaftliches Naturverständnis geworben. Bis heute gilt es, diese Debatte in der Umweltbewegung zu führen und für eine gesellschaftliche Transformation zuwerben, die ökologische, friedenspolitische und sozialpolitische Fragen, als Gesamtzusammenhang begreift.

Einführung: Uwe Hiksch, Bundesvorstand NaturFreunde Deutschlands

Wir freuen uns, wenn Ihr Interesse habt. Wählt euch einfach ein!
Link: https://zoom.us/j/526339150
Handy/Festnetztelefon: 030 5679 5800, dann: 526339150#

Wissenschaft konkret
Viele im weiten Spektrum der NaturFreunde haben im Rahmen ihrer wissenschaftlichen Ausbildung Bachelor- oder Masterarbeiten, Doktorarbeiten oder interessante Hausarbeiten geschrieben. Diese haben sehr häufig hochinteressante Themengebiete bearbeitet, die auch für viele, die nicht in dieser wissenschaftlichen Disziplin gearbeitet hatten, einen spannenden Erkenntnisgewinn bringen können. In der Reihe „Wissenschaft konkret“ wollen wir solche Arbeiten vorstellen, gemeinsam diskutieren und anschließend in gemütlicher Runde den Abend ausklingen lassen.
 

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