Das sind die aktuellen "Positionen der NaturFreunde"

Bundesausschuss verabschiedet Anträge des verschobenen Bundeskongresses

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Die NaturFreunde Deutschlands haben am 30. April mehrere inhaltliche Beschlüsse gefasst, an denen sich die Arbeit der NaturFreunde-Ortsgruppen und Naturfreundehäuser in den nächsten Monaten orientieren kann. So sind Beschlüsse gegen Rassismus, Ausgrenzung und rechten Terror gefasst und darin auch vor der Gefahr brauner Ökolog*innen gewarnt worden. Gleichzeitig wurde die Solidarität mit Geflüchteten betont. Auch zu Frieden und Abrüstung sowie Natur- und Umweltschutz gibt es neue Positionen.

Die Beschlüsse sind Teil eines Beschlusspakets, das der NaturFreunde-Bundesausschuss – das zweithöchste Organ des Verbandes – am 30. April in einer Videokonferenz verabschiedet hat. Aufgrund der Corona-Krise musste der 31. Bundeskongress der NaturFreunde Deutschlands abgesagt werden, zu dem die Anträge eigentlich eingereicht worden waren. Der Kongress wurde mittlerweile um ein Jahr auf den 16. bis 18. April 2021 verschoben. Um NaturFreund*innen für die nächsten Monate besser handlungsfähig zu machen, hat der Bundesausschuss über wichtige Kongress-Anträge bereits jetzt entschieden. Die so beschlossenen "Positionen der NaturFreunde" findest du hier als Download.

Zu den wichtigen Anträgen gehört unter anderem die Forderung, den Tag der Befreiung, 8. Mai, als bundesweiten Feiertag zu begehen. Die NaturFreunde wenden sich 75 Jahre nach Kriegsende in einem weiteren Beschluss gegen steigende Rüstungsausgaben und die wachsende Gefahr militärischer Gewalt.

Die NaturFreunde fordern außerdem mehr Anstrengungen im Umwelt- und Klimaschutz. Dazu gehören Beschlüsse für klimafreundliche Mobilität, für eine Agrarwende, für Gewässerschutz und eine Energiewende hin zu erneuerbaren Energien. Abgelehnt werden Technologien der Vergangenheit wie Atom- und Kohlekraft.

Um für diese Anliegen als Teil der Zivilgesellschaft effektiv streiten zu können, wenden sich die NaturFreunde gegen Bestrebungen, das Verbandsklagerecht von Umweltverbänden einzuschränken. Sie fordern außerdem ein modernes Gemeinnützigkeitsrecht, das gemeinnützigen Vereinen unbeschränkt die demokratische Teilhabe an der politischen Meinungsbildung ermöglicht.

Die Naturfreundehäuser nach der Corona-Krise zu stärken ist ein zentrales Anliegen des Bundesfachbereichs Naturfreundehäuser. Mit nachhaltigeren Angeboten, mit Vernetzung und wechselseitiger Unterstützung soll dieses Ziel erreicht werden.

Beschlüsse

Zivilgesellschaft und Bürger*innenrechte

Für ein soziales und demokratisches Europa!
Demokratische Zivilgesellschaft stärken – Gemeinnützigkeitsrecht reformieren!
Bestehende Wohnrechte anwenden – Wohnen als Verfassungsrecht stärken
Terror von Rechts konsequent mit staatlichen Maßnahmen bekämpfen!

Natur- und Umweltschutz

Wir haben es satt – gelebte Nachhaltigkeit
Unverpackt – Müll vermeiden, Mehrwegbehälter nutzen
Agrarwende jetzt!
NaturFreunde warnen vor Gefahren brauner Ökolog*innen
Finger weg vom Verbandsklagerecht für Natur- und Umweltschutzverbände
Erhöhung der Maßnahmen zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie
Nutztiere sind keine Ware, sondern lebendige Wesen

Klimaschutz, Energie, Verkehr und Tourismus

Erschließungsspirale in den bayerischen Alpen stoppen
Klima schützen – Kohlekraftwerke abschalten
Atomkraftwerke weltweit abschalten: Keine Renaissance der Atomenergie zulassen
Solidarität mit #FridaysForFuture
Die Energiewende auf die Füße stellen
Mobilität klimaverträglich sichern

Friedenspolitik und Antirassismus

Hand in Hand gegen Rassismus: Für ein demokratisches Miteinander – gegen Rechtspopulismus, Faschismus, Fremdenfeindlichkeit und Ausgrenzung 
Fluchtursachen bekämpfen – nicht die Geflüchteten
Aufruf: Frieden in Bewegung
LEBEN retten! Humanitäre Katastrophe endlich beenden, staatliche Seenotrettung unverzüglich beginnen
Frieden sichern! Abrüsten statt Aufrüsten!

Bundesfachgruppe Häuser

NaturFreunde-Häuserwerk stärken